Die besten Wettanbieter mit Kombiwetten-Bonus – und was der Booster unter dem Strich kostet
Ladevorgang...
Stand Oktober 31, 2026; Bewilligungsangaben geprüft gegen die Impressen und Wettordnungen der genannten Anbieter sowie gegen die Wettgesetze der Bundesländer.
Kein Gesetz in Österreich regelt einen Kombiwetten-Bonus. Kein Landtag, keine Landesregierung, kein Bundesministerium schreibt vor, wie viel Extra ein Anbieter auf eine Mehrfachwette legen muss, ab welcher Mindestquote er das tut oder ab wie vielen Tipps er damit anfängt. Wer eine Bonusregel liest, liest Hausrecht. Der Anbieter darf sie morgen ändern, und er ändert sie morgen. Das ist keine Nebenbemerkung, das ist die erste Tatsache, auf der jede weitere Zahl dieses Textes steht — von der Mindestquote 1,20 bis zu jener 3-Prozent-Stufe, mit der ein Booster die Bühne betritt.
Und dann die zweite, unbequemere: eine Kombiwette gewinnt nur, wenn jeder einzelne Tipp stimmt. Die Höhe des Bonus ist Verhandlungssache. Ob er überhaupt fällig wird, ist das nicht.
An dieser Stelle setzt der Kostengedanke an, denn er entscheidet die ganze Gattung. Ein Bonus von 3, 200 oder irgendetwas dazwischen wird auf die Gesamtquote gerechnet — und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Was in jedem einzelnen dieser Faktoren schon abgezogen wurde, holt kein Aufschlag zurück. Deshalb steht auf dieser Seite nichts über sichere Kombinationen und nichts über Tipps für heute Abend. Was hier steht, ist, was ein Wettanbieter mit Kombiwetten-Bonus 2026 kostet: seine Mindestquote, seine Mindestzahl an Tipps, seine Umsatzbedingungen, sein Höchstgewinn, seine Gebühr.
Die Rechtslage als Kostenposition: Bewilligung, Wettgebühr und was daneben nicht geregelt ist
Zwei Gruppen von Anbietern, und nur eine lässt sich nachschlagen
Österreich hat keine nationale Sportwettenlizenz. Es gibt keine Bundesbehörde für Sportwetten, keine nationale Bewilligungsliste und folgerichtig kein Register, in dem ein Leser nachsehen könnte, ob ein Buchmacher darf, was er tut. Sportwetten gelten dem Bundesrecht nicht als Glücksspiel; sie fallen nicht unter das Glücksspielgesetz, und wer sie anbieten will, braucht eine Bewilligung des jeweiligen Bundeslandes. Neun Bundesländer haben neun Wettgesetze und neun Behörden, die sie vollziehen. Niederösterreich handelt nach dem NÖ Wettgesetz, Wien nach dem Wiener Wettengesetz, Oberösterreich nach dem Oö. Wettgesetz — dieselbe Tätigkeit, drei Rechtsgrundlagen, keine gemeinsame Aufsicht.

Der erste Abschnitt dieser Seite teilt daher alles, was folgt, in zwei Gruppen. Auf der einen Seite stehen Anbieter, deren Betreiber eine Bewilligung eines Bundeslandes benennt. Auf der anderen Seite stehen Marken ohne österreichische Bewilligung. Die zweite Gruppe ist nicht als illegal zu bezeichnen; die Rechtslage für im Ausland gehostete Sportwetten ist ungeklärt und hängt vom Wettgesetz des jeweiligen Landes ab, sie ist politisch umstritten und gerichtlich nicht ausgetragen. Sie ist aber auch nicht als legal zu bezeichnen. Eine maltesische, eine Curaçao- oder eine costa-ricanische Bewilligung ist keine österreichische Bewilligung, und keine österreichische Behörde veröffentlicht eine Liste, auf der man eine finden könnte.
| Marke | Bewilligung eines Bundeslandes | Betreiber bzw. gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| tipp3 | ja — Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. (Wien) |
| win2day (Sportwetten) | ja — Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Merkur Bets | ja — Bundesland und Bescheid vom Betreiber nicht veröffentlicht | nicht angegeben |
| Admiral | ja — Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Vierklee | ja — Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Starsportwetten | ja — Bescheid vom 8. März 2022, kein Bundesland und keine Bescheidnummer genannt | Star Sportwetten GmbH |
| Golisimo | nein — ohne österreichische Bewilligung | Costa Rica |
| Tipwin | nein — ohne österreichische Bewilligung | MGA (Malta) |
| Betovo | nein — ohne österreichische Bewilligung | Curaçao |
| DAZN Bet | nein — ohne österreichische Bewilligung | nicht festgestellt |
Nachvollziehbar ist in dieser Tabelle vor allem die zweite Gruppe — nicht, weil sie mehr hermacht, sondern weil die Vollständigkeit der Angabe selbst zur Information wird. Wer bei Merkur Bets oder Starsportwetten die Bewilligung nachlesen will, findet sie beim Betreiber ohne Bundesland und ohne Aktenzahl. Das NÖ Wettgesetz datiert vom 27.05.2020, die Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung für tipp3 trägt den Bescheid vom 10.12.2020 zur Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Solche Angaben sind der Unterschied zwischen einem Prüfpfad und einer Behauptung. Wer in einem Impressum nur „behördlich bewilligt“ liest, hat nichts in der Hand außer einem Adjektiv.
Für win2day gilt eine Trennung, die man kennen muss, bevor man irgendetwas über die Bewilligung dieses Anbieters sagt: die Sportwetten beruhen auf einer Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung und unterliegen nicht dem Glücksspielgesetz und nicht der Aufsicht von BMF oder Finanzamt Österreich. Lotterie- und Casinospiele desselben Hauses laufen dagegen unter der Konzession nach dem Glücksspielgesetz. Das sind zwei Regime unter einem Markendach, und eine Casinogrenze ist keine Wettgrenze.
Die 5-Prozent-Gebühr: eine Position, die der Wettkunde selten auf dem Schirm hat
Seit dem 1. April 2025 liegt auf jedem Einsatz auf eine Sportwette in Österreich eine Wettgebühr von 5 Prozent. Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025; davor waren es vom 1.10.2005 bis zum 31.3.2025 zwei Prozent. Die Bemessungsgrundlage ist der Wetteinsatz selbst, nicht der Gewinn. Schuldner der Abgabe ist, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt — also der Anbieter, nicht der Wettkunde. Die Gebühr fällt auch dann an, wenn jemand aus Österreich bei einem im Ausland sitzenden Anbieter wettet; dass eine Abgabe bezahlt wurde, ist kein Nachweis einer österreichischen Bewilligung.

Damit ist der interessante Teil nicht die Steuer, sondern ihre Weitergabe, und die ist eine Frage der Geschäftspolitik. Der Bundesfinanzgerichtshof hat am 12.5.2026 eine Beschwerde eines Buchmachers gegen die 5 Prozent abgewiesen; wie ein Anbieter die Abgabe trägt oder weiterreicht, steht in seinen Bedingungen und nirgends sonst. tipp3 erklärt, bei verlorenen Wetten die Gebühr selbst zu tragen, bei gewonnenen Wetten dagegen 5 Prozent des Gewinns abzuziehen. Ausgenommen von diesem Abzug sind Gewinne aus Cash-Outs sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten.
tipp3 rechnet das an einem Beispiel selbst vor: 10 € Einsatz bei Quote 2,00 ergeben einen Bruttogewinn von 20 €, die Gebühr beträgt 1 €, auszahlbar bleiben 19 €. Der Marketingbegriff für diese Konstruktion lautet „ohne Gebühr für den Kunden“. Ein Probehalber-Zurückrechnen zeigt die Richtung: 5 Prozent auf den Einsatz wären 50 Cent gewesen — wäre die Abgabe auf den Einsatz weitergegeben worden. Auf einen Bruttogewinn von 20 € sind es 1 €, das Doppelte. Das Modell ist nicht falsch, es ist nur das teurere; der Anbieter verschiebt die Bemessungsgrundlage von 10 € auf 20 € und nennt das Entgegenkommen.
Wer heute eine Kombiwette mit Quote 8,00 und 20 € Einsatz spielt, rechnet mit 160 € Bruttogewinn. Bleibt die Kombination in einem Tipp hängen, wird die Gebühr zur akademischen Frage — die Wette ist verloren, der Einsatz ist verloren, die 5 Prozent darauf ebenfalls. Gewinnt sie, greift der Abzug auf den Gewinn. Das ist die unbequeme Asymmetrie dieser Konstruktion: im Verlustfall ist der Einsatz samt Abgabe weg, im Gewinnfall werden 5 Prozent des Gewinns einbehalten.
Wo die Gebühr eines Bundeslandes aufhört und das Produkt des Anbieters anfängt
Die Landeszahl auf dem Wettschein ist nicht die einzige Größe, die ein Wettgesetz bewegt. Die Länder setzen auch Obergrenzen: 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, in Wien 50 € pro Wette an Terminals ohne Schalter; wie es bei Online-Wetten in den übrigen Ländern aussieht, ist nicht festgestellt. Die Höchstgrenze des einen Bundeslandes ist nie die des anderen, und keine der beiden ist die Grenze eines Anbieters.
Wie sich an diesen Landesgrenzen die Weitergabe der Gebühr oder die Bonusgestaltung unterscheidet, ist eine Entscheidung des jeweiligen Anbieters. Auf den österreichischen Wettscheinen steht deshalb keine Steuer, die der Leser selbst berechnen müsste — er steht auf dem Gewinn, oder er ist im Verlust bereits verrechnet.
Der Platz, an dem eine Spielsperre landesweit endet
Bundesweit gibt es keine Sperrdatei für Sportwetten. Die Landgesetze kennen eine Selbstsperre, aber je Bundesland und je Anbieter; Wien hebt eine solche Sperre frühestens nach zwei Jahren wieder auf. Wer bei Marken ohne österreichische Bewilligung spielt, erreicht mit einer solchen Erklärung nichts — keine österreichische Behörde kann sie gegenüber einem Anbieter durchsetzen, der in Malta, Curaçao oder Costa Rica sitzt.
Ebenso gibt es für Sportwetten keine bundesweite Einzahlungs- oder Verlustgrenze, die von Gesetzes wegen gilt. Ein Einzahlungslimit ist bei österreichischen Buchmachern nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern steht in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Ein Anbieter, der eine anbietet, ist Vorsicht und keine Pflicht. Die Realität der beiden Regime ist die nüchterne Antwort auf die Frage, was eine österreichische Bewilligung praktisch wert ist: man bekommt mehr Limits, strengere Stammdatenprüfung und die Chance, sich sperren zu lassen, was sich durchsetzen lässt, und man bekommt keines davon bei den übrigen.
Im Jahr 2026 lief die Diskussion um ein Glücksspielreformgesetz, das ein Sperrregister und ein Limitregister schaffen sollte. Sportwetten kommen in beiden nicht vor. Der Entwurf betrifft GSpG-Glücksspiel und ist nicht auf dieser Seite.
Die Auswege, die die Landgesetze nennen, und die Grenze des Erlaubten
Was überhaupt Gegenstand einer Wette sein darf, bestimmen die Landgesetze unterschiedlich. Wien lässt Wetten auf sportliche Ereignisse zu; Wetten auf Politik oder Fernsehsendungen sind in der Regel unzulässig. Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel und keine Sportwette und können von einem Land nicht bewilligt werden. Für E-Sport ist die Rechtslage nicht festgestellt.
Livewetten begrenzen die Länder ebenfalls uneinheitlich: Wien lässt sie nur auf Teil- oder Endergebnis zu, Oberösterreich nur auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder darauf, wer als Nächster trifft. Wer Livewetten aus Prinzip meidet, hat in Wien und Oberösterreich einen Teil des Marktes schon wegdefiniert. Für die aktuelle Regelung in Niederösterreich ist nichts festgestellt; „in Österreich“ ist Livewetten jedenfalls nicht pauschal erlaubt oder verboten, sondern je Bundesland zu prüfen.
Bei Online-Wetten knüpfen die Landgesetze die Bewilligung an den Ort, von dem aus der Anbieter die Daten bereitstellt. Der Verwaltungsgerichtshof hat das am 9.4.2026 zur Aktenzahl Ra 2025/02/0037 am Oö. Wettgesetz bestätigt, und die Erläuterungen zu Niederösterreich lassen Anbieter, die aus Servern außerhalb des Landes nach Niederösterreich liefern, außerhalb des NÖ Rechts. Die Bußgelder für Anbieter ohne Landesbewilligung liegen nach den Gesetzestexten von 2020 und 2021 bei bis zu 22.000 € in Wien und bis zu 20.000 € in Oberösterreich. Dass ein Anbieter außerhalb Österreichs keine Bewilligung hat, ist also zunächst sein Risiko und keine Geldstrafe für den Leser.
Spielerschutz: wo Limits anfangen, den Wettkunden zu betreffen
Altersgrenze und Selbstsperre — die Pflichten auf der Kundenseite
Die Teilnahme an Sportwetten ist ab 18 Jahren möglich, und einen Anbieter, der das offenlässt, gibt es in Österreich nicht. Auf den Geräten ist diese Altersgrenze systemtechnisch hinterlegt. Was sie in der Praxis bedeutet, entscheidet der Zufall. Eine Urkundenprüfung beim Anbieter und eine Altersprüfung an der Rezeption sind nicht dasselbe, und wo kein Schalter steht, entscheidet die Altersangabe im Konto.
Bei den Selbstsperren gibt es zwei Modelle, und eines davon heißt bei einer Marke in dieser Liste konkret: tipp3 bietet eine Spielpause über 1, 3 oder 6 Monate an, bei der das Guthaben im Konto bleibt, und eine Selbstsperre über 1, 2 oder 3 Jahre, bei der es auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird. Einmal gestartet, ist keine der beiden aufhebbar. Die Unterscheidung ist nicht Kosmetik. Wer nur eine Auszeit will, will sein Guthaben anschreiben lassen und nicht auszahlen; wer eine Sperre meint, will den Anbieter hinter sich, nicht ein Kontoguthaben, das den Weg zurück offen hält.
Die Landgesetze kennen die Selbstsperre ebenfalls, aber je Anbieter und je Bundesland. Ein Anbieter kann also nicht für den anderen mitsperren, und die drei Jahre bei tipp3 binden nur dieses eine Konto. Die Mühe, die man investiert, ist nicht die Fleißarbeit, die man nebenbei erledigt: man sperrt sich nicht „in Österreich“, sondern bei einem Anbieter nach dem Recht eines Bundeslandes, weil es anders nicht geht.
Warum die Länge einer Kombination selbst zum Verlustrisiko wird
Eine lange Kombination ist keine schlechtere Wette als eine kurze. Sie ist eine andere: sie konzentriert die Trefferwahrscheinlichkeit in einem einzigen Ereignis. Der Einsatz liegt auf jedem Ausgang der Kombination gleichzeitig, die Auszahlung hängt an allen zusammen. Wer sechs Spiele tippt und fünf richtig hat, hat Null.
Animation zu langen Ketten kommt daher, dass eine lange Kette ein Nummernerlebnis ist: jede zusätzliche Station macht die Zahl größer, die man am Ende sieht, und niemand liest derweil noch, wie unwahrscheinlich die Kette als Ganzes geworden ist. Eine 30er-Kombination, wie sie ein Booster-Prospekt anführt, ist kein Tipp mehr, sondern eine Wette darauf, dass 30 unabhängige Dinge zugleich passieren. Der Anbieter rechnet diesen Effekt nicht in seinen Bonus ein; der Bonus vergrößert die Zahl nur.
Was an der 5-Prozent-Gebühr am Verlustrisiko hängt
Die 5 Prozent des Einsatzes hängen nicht am Ausgang der Wette, sondern an ihrem Zustandekommen. Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent des Gewinns abgezogen. Für einen viel spielenden Wettkunden addiert sich das über die Masse; für einen, der selten und klein spielt, ist es der Unterschied einer Stunde. Wer Livewetten meidet, trifft in Wien und Oberösterreich bei der Marktauswahl eine Vorauswahl, die sein Verlustrisiko senkt, weil ein Markt, der nicht angeboten wird, auch nicht verloren werden kann.
Wer spürt, dass er nicht mehr steuert, findet über Playsponsible.at die Beratungs- und Hilfsangebote für das Glücksspiel in Österreich.
Kombiwetten-Strategie: Warum die Trefferwahrscheinlichkeit mit jedem Tipp sinkt
Das Produkt in der Quotenspalte
Die Gesamtquote einer Kombiwette ist das Produkt der Einzelquoten. Wer die Quoten 2,10 und 1,80 in einer Kombination stehen hat, hat eine Gesamtquote von 3,78, das ist die exakte Zahl und ihre Verdienung. Zwei Ereignisse mit je 50 Prozent Wahrscheinlichkeit ergeben eine Kombination mit 25 Prozent — vier mit je 50 Prozent ergeben 6,25 Prozent. Ein Ereignis mit 2 Prozent. Das ist keine Meinung über Sport, das ist Multiplikation, und sie sinkt monoton.
Umso erstaunlicher, wie viele Wettkunden diese Rechnung intuitiv anstellen, ohne sie anzustellen: sie nehmen fünf Spiele, bei denen sie sich „ziemlich sicher“ sind, und lesen die große Endzahl mit dem Gefühl, sie hätten die Sicherheit zusammengerechnet. Sie haben sie multipliziert, und multipliziert wird kleiner. Deshalb ist die Kombiwette ein Format, das mit der Wahrnehmung des Wettkunden arbeitet, nicht gegen sie.
Warum die Annahme der Unabhängigkeit selbst eine Entscheidung ist
Die Multiplikation der Quoten unterstellt, dass die Spiele unabhängig voneinander sind. Bei einem Tipp auf zwei Spiele desselben Klubs oder auf dieselbe Person in zwei verschiedenen Turnieren ist diese Unterstellung falsch, und die Buchmacherpreisung rechnet sie auch nicht sauber heraus. Wer bewusst Spiele miteinander kombiniert, die voneinander abhängen — zwei Spiele eines Teams an einem Tag, ein Fußballspiel und die Saisonendplatzierung desselben Vereins —, baut eine Kombination, deren tatsächliche Wahrscheinlichkeit noch niedriger liegen kann als die der Quotenmultiplikation. Der Effekt ist in der Regel klein, kommt aber auf den Spielplan an.
Der Vergleich mit der Einzelwette und der Systemwette
Es gibt drei Bauformen für dieselbe Meinung, und keine davon entscheidet über die Qualität der Meinung. Bei der Einzelwette steht ein Ereignis, ein Einsatz, ein Ausgang; die volle Quote und die volle Fehlertoleranz. Dasselbe Geld auf drei Einzelwetten ist bei einem richtigen Tipp noch ein Gewinn, bei drei richtigen drei Gewinne, bei zwei richtigen kein Totalverlust. Bei der Systemwette werden die Tipps in mehrere Wetten aufgeteilt, und der Einsatz wird auf diese Teilwetten verteilt — die Schwäche eines Tipps muss nicht die ganze Wette kosten. Bei der Kombiwette wird für jeden zusätzlichen Tipp die Chance schlechter und die Quote besser, und der Gesamteinsatz liegt auf einem einzigen Ergebnis.
Wer den Reiz der Kombiwette nimmt, nimmt den Reiz der Quote. Wer den Reiz der Einzelwette nimmt, nimmt die Ganzheit des Einsatzes. Wer den Reiz der Systemwette nimmt, nimmt den Zwischenweg auf einen etwas höheren Preis als die Einzelwette.
Der psychologische Teil, und was er kostet
Die attraktivste Zahl dieser Gattung ist nicht die Quote, sondern das Ergebnis. Eine Kombination mit Quote 16 auf 10 € verspricht 160 €; für viele ist die Differenz zur 10-€-Wette derselbe Kick wie das Spiel selbst. Wer das Format rein als Unterhaltungsausgabe kalkuliert und den Einsatz so klein hält, dass ein Verlust nicht weh tut, hat das Format verwendet, wie es am ehrlichsten zu verwenden ist.
Die Alternative ist nicht schöner, aber billiger: die Wette auf ein einziges Spiel. Wer seine Meinung kombinieren will, kombiniert sie, zahlt dafür aber mit der Trefferwahrscheinlichkeit, und die Wahrscheinlichkeit zahlt man nicht mit einem Bonus zurück.
Quoten, Wettarten und der Kombiwetten-Rechner: was eine Kombination ausmacht
Kopf an Kopf, Bullaugen und die anderen Bauformen
Die einzelnen Bausteine der Kombination sind dieselben Wettarten wie in jeder Sportwette. Bei der Kopf-an-Kopf-Wette wird auf den Sieger eines Duells getippt, bei einem Unentschieden entscheidet das angegebene Ergebnis. Bei einer Handicap-, 3-Weg- oder Mehrweg-Wette wird eine Vorgabe oder eine zusätzliche Marktbreite gesetzt, die in derselben Gesamtquote mitmultipliziert wird. „Draw No Bet“ und die 3-Weg-Kombination aus Haupt- und Handicapwetten sind nichts anderes. „Über/Unter“ und die Kombination aus 1X2 und Gesamttoren teilen dieselbe Unterstellung: beide Ausgänge sind für den Buchmacher ein Tipp, für den Wettkunden zwei mögliche Verluste.
Was den Unterschied macht, ist nicht die Bauform, sondern die Anzahl der Tipps. Der Anbieter win2day beschreibt seine Standardwette als Kombination aus 1 bis 10 Ereignissen; die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten und wird kaufmännisch auf zwei Dezimalstellen gerundet. Die Rundung ist kein Detail, sie ist der Boden der Kombination: wer mehrere Tipps mit mehreren Stellen einträgt, wird den Unterschied in der letzten Stelle sehen.
Was der Kombiwetten-Rechner von Hand prüfbar macht
Ein Kombiwetten-Rechner multipliziert die Quoten der Tipps und zeigt das Produkt. Er zeigt weder den Umsatz, den ein Anbieter verlangt, noch die Mindestquote je Tipp, noch die Obergrenze eines Höchstgewinns. Diese vier Größen stehen nur in den Bedingungen des Anbieters.
Praktisch prüfbar ist eine Kombination von Hand in unter einer Minute. Genommen werden die Quoten und multipliziert. Fertig. Wer die Quote 1,50, 2,00 und 2,50 in einer Kombination verbindet, hat 7,50 als Gesamtquote; wer die verdreifachte Spaltenzahl lieber selbst beeinflusst, dreht an der Zahl der Tipps, nicht an der Zahl der Quoten.
Was eine Kombiwette bei 1,50, 2,00 und 2,50 tatsächlich zurückzahlt
Die folgende Rechnung ist eine Illustration. Die Quoten 1,50, 2,00 und 2,50 sind gewählte Beispiele, keine Quoten dieses Marktes. Der Einsatz beträgt 1 € pro Linie. Für die Kombination bedeutet „pro Linie“ den Einsatz auf die Kombination als Ganzes, und der Ertrag ist das Produkt der Quoten mal Einsatz; für den Vergleich mit der Einzelwette ist eine Einzelwette mit einem Drei-Tipp-Schein nicht dasselbe.
Für den Einsatz von 1 € ergibt sich bei Volltreffer folgender Bruttogewinn: Bei einem einzelnen Tipp auf Quote 1,50 beträgt der Ertrag 1,50 €, der Nettogewinn 0,50 €. Bei einem einzelnen Tipp auf Quote 2,00 beträgt der Ertrag 2,00 €, der Nettogewinn 1,00 €. Bei einem einzelnen Tipp auf Quote 2,50 beträgt der Ertrag 2,50 €, der Nettogewinn 1,50 €. Bei der Kombination aus allen drei Tipps beträgt die Gesamtquote 7,50, der Ertrag 7,50 €, der Nettogewinn 6,50 €.
Das Muster ist die ganze Antwort. Der Ertrag aus der Kombination liegt um ein Vielfaches über dem Ertrag jeder Einzelwette, und der Preis dieses Vielfachen ist die Tatsache, dass nicht einer von drei Tipps richtig sein muss, sondern drei von drei. Wer in derselben Situation drei Einzelwetten spielt, hat bei einem richtigen Tipp noch 1,50 € zurück; wer die Kombination spielt, hat bei einem richtigen Tipp nichts. Die 7,50 € der Kombination und die 1,50 € der Einzelwette sind zwei Arten, denselben Blick auf dasselbe Spiel zu bezahlen.
Ein Bonus auf die Kombination ändert an dieser Struktur nichts: er erhöht die Gesamtquote und damit den Ertrag im Gewinnfall, und er erhöht nicht die Zahl der Fälle, in denen der Gewinnfall eintritt.
Die besten Wettanbieter mit Kombiwetten-Bonus im Vergleich
Der Booster, der in dieser Liste wirklich Kombiwetten betrifft
Ein Name ragt hier heraus, und zwar nicht durch die Größe seiner Anzeige, sondern durch die Sorgfalt seiner Bedingungen. NEO.bet nennt für seinen Kombi Boost konkrete Schwellen: gültig für Kombiwetten ab 3 Tipps mit einer Mindestquote von je 1,20, beginnend bei 3 Prozent Extra für eine 3er-Kombi und bis zu 200 Prozent Aufschlag bei einer 30er-Kombi — ohne Gewinnlimit.
Das ist ein Angebot, das seine eigene Bauanleitung mitliefert. 200 Prozent Extra klingt nach einem großzügigen Haus, und es ist auch eines: nur eben an einer Stelle, an der 30 Tipps zugleich stimmen müssen. Man stelle sich vor, jemand würde 200 Prozent auf eine Kombination geben, bei der drei Tipps nötig sind — dann wäre das eine große Sache. Auf 30 Tipps ist es eine Beteiligung an einem Ereignis, dessen Wahrscheinlichkeit sich in der Zwischenzeit halbiert hat. Der Aufschlag kommt also genau dort, wo er am wenigsten wert ist, und wer ihn will, kauft sich die 30er-Kette und mit ihr die 30 Verlustmöglichkeiten. Die drei Prozent ab 3 Tipps sind die Stufe mit dem besten Verhältnis von Aufschlag und Eintrittswahrscheinlichkeit: sie liegt tief, und der Markt tut weniger weh, wenn sie in einem Fehler endet.
Die Basiszahlen bei NEO.bet neben dem Booster
Der Booster steht nicht allein. Zum Fußballprogramm nennt NEO.bet Live-Quoten, Cashout, Early Payout, Live-Quotenboosts und Community-Wetten; nach der Beschreibung der App stehen täglich über 600 Matches zur Auswahl. Die 600 Matches sind eine Fülle und zugleich eine Erinnerung daran, was der Kombi Boost nicht verlangt: er zwingt zu keiner Sportart und zu keinem Markt.
Der zweite Programmpunkt ist eine Sonderform. Bei „NEO.bet Million“ werden die exakten Ergebnisse von 6 ausgewählten Fußballspielen getippt; der Hauptgewinn beträgt bis zu 2.500.000 €, und über Gewinnklassen werden bereits ab 2 richtigen Treffern Quoten ausgezahlt. Wer sechs Spiele in einer Kombination tippt, muss alle sechs treffen; wer bei NEO.bet Million mitmacht, bekommt schon für zwei Richtige eine Auszahlung. Das ist der strukturelle Gegensatz zur klassischen Kombiwette, auch wenn beide auf mehrere Fußballspiele setzen.
Über die Bewilligung dieses Anbieters lässt sich aus österreichischer Sicht nichts nachschlagen: kein österreichisches Bundesland erscheint in der Bewilligungsangabe, und keine österreichische Behörde veröffentlicht eine Liste, in der der Name zu finden wäre. Wer dort spielt, spielt ohne den Prüfpfad, den ein Bundesland bietet, und ohne eine in Österreich durchsetzbare Sperre. Das ist die eine Seite. Die andere: die App ist auf Deutsch, die Schwellen des Booster sind ausgeschrieben, und die Regeln sind damit prüfbar wie bei jedem anderen Anbieter, nur eben bei ihm selbst und nicht bei einer Behörde.
Wer mit 3 bis 4 Tipps und Quoten zwischen 1,20 und 2,00 arbeitet, findet hier die interessanteste Konstruktion der Liste — vorausgesetzt, man spielt den unteren Rand der Staffel und nicht die 30er-Kette.
Der Kombiwetten-Bonus und die Kostenfalle am Beispiel der Anbieter ohne Bewilligung
Golisimo: die Bedingungen, die nirgends stehen
Golisimo nennt für den Sportbereich zwei Einstiegsangebote: einen Ersteinzahlungsbonus von 100 Prozent bis 100 € und einen Krypto-Willkommensbonus von 100 Prozent bis 200 USDT. Die Bedingungen der einzelnen Aktionen waren auf den Aktionsseiten nicht abrufbar. Das ist eine Information über das Angebot selbst: wer die Bonusbedingungen eines 100-Prozent-Bonus nicht findet, kennt weder die Umsatzbedingung noch die Frist noch die Mindestquote. Ausgezahlt wird das, was die Bedingungen sagen, nicht das, was die Werbeseite verspricht.
Für die Kombiwette heißt das: ein Bonus, der sich auch auf Akkumulatoren anwenden ließe, ist hier nur dann kalkulierbar, wenn man seine Umsatzbedingungen kennt, und die sind auf den Seiten der Aktion nicht zu finden. Die Bewilligung dieser Marke liegt in Costa Rica und ist keine österreichische; die Rechtslage für im Ausland gehostete Sportwetten hängt vom Wettgesetz des jeweiligen Landes ab und ist nicht gerichtlich ausgetragen. Wer hier einen Kombi-Bonus sucht, prüft zuerst, ob die Bewilligung auf einem Gebiet liegt, in dem er sich überhaupt an eine Behörde wenden könnte. Bei einer Bewilligung aus Costa Rica ist das nicht der Fall.
Tipwin: ein maltesisches Zertifikat, ein österreichischer Name
Die österreichische App von Tipwin ist im App Store mit dem Anbieter Tipwin Limited (Malta) eingetragen, der Copyright-Hinweis lautet „© 2023. Tipwin Ltd.“, die Altersfreigabe ist 18+. Eine maltesische Bewilligung ist eine maltesische Bewilligung. Sie sagt nichts darüber, ob dieser Anbieter nach einem österreichischen Wettgesetz tätig werden darf, und sie eröffnet dem österreichischen Wettkunden keinen Beschwerdeweg, den er bei einer österreichischen Behörde beschreiten könnte.
Wer österreichische Angebote sucht und in einer App mit österreichischem Namen landet, landet nicht zwangsläufig in einem österreichischen Bewilligungsrahmen. Eine App-Zeile im Shop ist kein Prüfpfad.
Betovo: Bonus mit Grenzen, die der Kunde selbst durchrechnen muss
Betovo beziffert den Sport-Willkommensbonus auf 100 Prozent bis zu 250 $ bei einer Mindesteinzahlung von 10 $. Dazu treten drei Grenzen, und es lohnt, sie nacheinander zu lesen. Erstens die Mindestquote: 1,59 je Wette. Zweitens die Umsatzbedingung, die die Seite mit „Wette: 6“ angibt. Drittens die Begrenzung auf Neukunden mit erster Echtgeld-Einzahlung und auf Wetten im Sport- und Live-Sportbereich.
Die Mindestquote 1,59 ist die interessanteste davon, weil sie die Kombiwette nur in einer bestimmten Form zulässt. Eine gewöhnliche Kombination aus zwei Favoriten mit je 1,30 bleibt unter dieser Schwelle; gewertet wird kein Tipp einzeln, sondern die Kombination als Ganzes, und wer eine solche Kette spielt, um die Umsatzbedingung zu erfüllen, spielt nicht die Kette, die er gern spielen würde. Wer umgekehrt eine Kombination mit 1,59 Gesamtquote wählt, hat eine Kettenlänge gewählt, deren Gesamtquote noch unter der einer durchschnittlichen Einzelwette liegt.
Das Währungszeichen verdient einen zweiten Blick. 250 $ sind keine 250 €, und der Dollarbetrag ist keine Umrechnung, die diese Seite vornimmt. Die Prozentangabe bleibt die verlässlichste Angabe. Das Live-Sportangebot ist in der Kundenbindung zusätzlich mit einer Anforderung verbunden, die man mit dem Preis desselben Anbieters bezahlt: für Wetten auf Live-Ereignisse werden die Quoten in Echtzeit aktualisiert, und bei echten Wetten ist eine Einzahlung nötig. Slotimo, eine weitere Marke ohne österreichische Bewilligung, beschreibt für seinen Sportbereich Pre-Match- und Live-Wetten auf Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Boxen, Volleyball, Snooker und E-Sport mit Quotenaktualisierung.
Betovos Bewilligung wird mit Curaçao angegeben. Das ist keine österreichische Bewilligung, und es gibt keine österreichische Selbstsperre, die eine Marke mit dieser Bewilligung erreichen würde. Wer einen Bonus dieser Höhe nur deshalb nimmt, weil die Zahl groß ist, nimmt den Zufall als Bewilligung.
20Bet: Live-Ereignisse, Aktualisierung und kein nachlesbarer Bonus
20Bet führt Live-Ereignisse mit Quotenaktualisierung in Echtzeit; für echte Wetten ist eine Einzahlung nötig. Ein Kombiwetten-Bonus mit Mindestquote oder Mindesttippzahl ist bei dieser Marke nicht nachlesbar. Die Entscheidung, ob man hier eine Kombination auf Live-Ereignisse setzt, hängt damit allein an der Wahl des Ereignisses und nicht an einer Bonusregel.
DAZN Bet: eine Sportartenliste, die den Rest offen lässt
Die App DAZN Bet Sportwetten wird im österreichischen App Store vom Entwickler DZBT Limited geführt — kostenlos, nur für iPhone, ab 18 Jahren. Die Beschreibung nennt Wetten auf Fußball, Basketball, Tennis, Formel 1, American Football, Darts und Baseball.
Ein Kombiwetten-Bonus mit Mindestquote und Mindesttippzahl wird dort nicht beschrieben. Die Sportartenliste ist groß genug für eine lange Kombination, aber eine lange Kombination ist keine Bonusanforderung, sondern eine Kombination. Ob ein Booster auf Mehrfachwetten existiert, ist hier schlicht nicht ausgeschrieben; wer das wissen will, prüft die Aktion vor dem Setzen.
Der Kombiwetten-Bonus im Raster: zehn Anbieter, zehn Wege zur Quote
Merkur Bets: ein Neustart, der den Prüfpfad nicht mitbringt
Merkur Bets ist der neue Name für die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien. Das 1996 gegründete Unternehmen firmiert seit Juni 2025 um. Die App für iPhone und iPad, ab 18 Jahren, bietet Live- und Vorab-Wetten, Cashout sowie Einzel-, Kombi-, System- und Mehrwegwetten auf Fußball, Basketball, Tennis, American Football, Formel 1 und Olympia.
Kombi- und Mehrwegwetten stehen also im Programm, und ein Kombiwetten-Bonus mit Mindestquote ist nicht ausgeschrieben. Dazu ein Umstand, der bei einem Neustart leicht untergeht: die Bewilligung dieses Anbieters wird vom Betreiber ohne Bundesland und ohne Bescheiddatum veröffentlicht. Bei tipp3 lassen sich Datum und Aktenzahl nachlesen, bei Merkur Bets nicht. Wer sein Konto nach dem Namen auswählt, den er von früher kennt, wählt nach einem Kennzeichen, das nicht auf dem aktuellen Bewilligungsstand abbildet.
Admiral: ein Anbieter mit Landesbewilligung und einem Erbe, das er selbst nicht verwaltet
Die Sportwetten von Admiral stehen unter einer Bewilligung der Oberösterreichischen Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Betreiber ist die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen; das Unternehmen gehört zur Novomatic-Gruppe, gegründet wurde es von Walter Grubmüller und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert.
Die oberösterreichische Bewilligung zieht die oberösterreichische Bemessungsgrundlage nach sich: 500 € pro Wette in diesem Bundesland, und die Livewetten sind nach dem Oö. Wettgesetz auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder auf den nächsten Torschützen eingeschränkt. Wer hier eine Live-Kombination spielen will, spielt in einem Rahmen, den ein Bundesland gesetzt hat.
Ein Kombiwetten-Bonus mit Zahlenschwellen ist bei Admiral nicht ausgeschrieben. Wer zu einem Anbieter mit einem Schalter in der Zeitung greift, bekommt den Schalter und nicht die Staffel; die Kettenvorteile sucht man dort, wo sie ausgeschrieben sind. Wer hier einen Kombi-Bonus sucht, findet keinen — wer die oberösterreichischen Regeln kennt, für den ist das trotzdem kein schlechter Tausch. Die Bewilligung dieses Anbieters ist immerhin über eine Landesregierung nachprüfbar, und damit die beste Antwort, die diese Liste auf die Frage nach der Rechtslage liefert.
Vierklee und Starsportwetten: zwei seltene Bewilligungen und zwei verschiedene Gedächtnisse
Vierklee und Starsportwetten stehen in dieser Liste aus demselben Grund: beide nennen eine österreichische Bewilligung, und beide treten sonst nicht mit einer Kombiwetten-Staffel auf. Vierklee Wettbüro GmbH weist eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung zur Zahl IIa.10.065/144-0 aus. Dasselbe Haus begrenzt den Höchstgewinn auf 15.000 € pro Einzel- oder Kombinationswette sowie pro Systemwette und auf 50.000 € pro Kunde und Woche für das gesamte Bundesgebiet Österreich. Der zweite Wert richtet sich an Vielspieler, nicht an einen Gelegenheitswettkunden.
Starsportwetten firmiert als Star Sportwetten GmbH, und die App-Beschreibung nennt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde, unter dem Etikett „behördlich bewilligter Sportwettenanbieter“. Der Bescheid führt weder Bundesland noch Bescheidnummer an. Bei Vierklee ist die Bewilligung mit Aktenzahl lesbar, bei Starsportwetten ist sie nur behauptet.
Eine Kombiwetten-Staffel ist bei Vierklee nicht ausgeschrieben. Mit der 15.000-€-Grenze pro Kombiwette und der 50.000-€-Grenze pro Kunde und Woche ist bei einem Haus der Böhmischen Küche mit einer Staffel ohnehin nicht viel anzufangen: der Deckel sitzt tiefer als jede Rechnung des Kunden. Wer ein Konto mit einer Bewilligung in der Tiroler Schublade und einer Gewinngrenze im Kleingedruckten will, findet bei Vierklee beides sauber notiert; wer einen Kombi-Booster sucht, geht woanders hin.
tipp3: der Anbieter mit dem vollständigsten Prüfpfad und der höchsten Einstiegshürde
tipp3 hat in dieser Liste den längsten Prüfpfad. Rechtsgrundlage für Portal und App ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die Niederösterreichische Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Betreiber ist die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien. Wer prüfen will, hat alles zum Prüfen.
Dasselbe Haus setzt die ungewöhnlichste Einzelregel der Liste. Einzelwetten sind erst ab einer Quote von 1,06 erlaubt; niedrigere Quoten können nur in Kombi- oder Systemwetten gespielt werden, und in einer Kombiwette lassen sich 3 bis 10 Tipps verbinden. Das ist die Regel, die den Kombiwetten-Bonus erst erklärungsbedürftig macht: hier ist die Kombiwette nicht nur ein Format für große Zahlen, sie ist der einzige Weg zu bestimmten Quoten. Der Tipp auf zwei Termine mit Quote 1,05 und 1,04 ist hier keine Einzelwette mehr, sondern eine Kombiwette mit 1,092, und wer diesen Weg nimmt, nimmt zwei Verlustmöglichkeiten für eine Quote knapp über 1,09 in Kauf. Praktisch bedeutet das für einen konservativen Wettkunden: die niedrigsten Quoten sind hier nicht einzeln spielbar. Das ist die Regel, die einer nicht mag, der viele kleine Favoriten favorisiert.
Ein Bonus mit Staffel für Kombiwetten ist bei tipp3 nicht ausgeschrieben. Die Kostenpositionen sind dagegen vollständig ausformuliert: 3 bis 10 Tipps pro Kette, 5 Prozent Gebühr auf den Gewinn bei gewonnenen Wetten ohne Abzug bei verlorenen, und eine Cashout-Funktion, deren angebotener Betrag sich nach dem Spielverlauf richtet und die während einer Sperre der Wettabgabe, etwa bei Quotenanpassungen, nicht zur Verfügung steht. Was tipp3 für die Cashout-Funktion verlangt, ist keine ausgewiesene Gebühr, sondern liegt im angebotenen Betrag selbst.
tipp3 ist der Anbieter, bei dem die Bewilligung am leichtesten nachzulesen und das Kombiformat am engsten geregelt ist. Wer die Prüfbarkeit höher schätzt als die Bonuszahl, ist hier richtig. Wer die 30er-Kette will, ist es nicht.
win2day: FreeBets statt Kombi-Booster, und eine Einzahlungsgrenze als schärfstes Werkzeug
win2day Sportwetten beruhen laut Wettordnung auf einer Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung; das Angebot unterliegt daher nicht dem Glücksspielgesetz und nicht der Aufsicht des BMF oder des Finanzamt Österreich. Betreiber ist die Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH. Die Sportwetten umfassen Einzelwetten, Kombiwetten, Langzeitwetten und Livewetten auf Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1.
Die Kostenkennzahlen dieses Anbieters sind die schärfsten der Liste. Der Mindesteinsatz beträgt 0,50 € pro Standardwette, bei Systemwetten 0,10 € je Standardwette im System, insgesamt mindestens 0,50 €. Der Höchsteinsatz liegt bei 500 € pro Standardwette und pro Systemwette. Der Höchstgewinn ist mit 80.000 € pro Standardwette und 200.000 € pro Systemwette begrenzt; Wetten, die ein Limit überschreiten, werden nicht angenommen. Eine Standardwette kombiniert 1 bis 10 Ereignisse, die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, kaufmännisch auf zwei Dezimalstellen gerundet. Cash Out erlaubt den vorzeitigen Verkauf einer Einzel- oder Kombiwette vor Entscheidung; der Anbieter bestimmt, welche Wetten Cash Out anbieten, kann die Funktion jederzeit ändern oder zurückziehen und legt den Preis fest.
Das Angebot an Neukunden ist keine Staffel, sondern eine Sammlung: fünf FreeBets zu je 10 €, insgesamt 50 €, nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €. Sie sind drei Jahre nutzbar, gelten nur für Einzelwetten, nicht für Systemwetten, müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar. Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert; der mögliche Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes.
Was ein FreeBet von 10 € bei Quote 2,00 wert ist, lässt sich durchrechnen: 10 × 1,00 = 10 €, das ist der Ertrag abzüglich des Einsatzes. Bei einer Quote von 1,50 sind es 5 €, bei 2,50 sind es 15 €. Der Einsatz kommt nicht zurück, weil er nie ein Einsatz war. Der Kombiwetten-Bonus ist bei win2day also in einer anderen Form zu haben als bei NEO.bet: nicht als Prozentsatz auf die Kette, sondern als Gutschein auf die Einzelwette.
Am interessantesten ist hier nicht der Bonus, sondern das Limit. Für Sportwetten gilt ein Einzahlungslimit: bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit. Für einen jungen Wettkunden ist die Wochengrenze von 250 € die niedrigste Zahl in dieser ganzen Liste. 250 € sind in einem schlechten Lauf schnell weg, und das ist ja die Absicht. Wer über 26 ist und 1.680 € pro Monat anlegen kann, hat eine Grenze, die erst bei einem anderen Spielerprofil greift. Wer ein Einzahlungslimit als lästig empfindet, ist beim falschen Anbieter. Fragt das Limit nicht nach dem Einsatz, sondern nach dem Geld, das auf dem Konto landet, so ist es die einzige Vorgabe der Liste, die den Kunden an der Kasse bremst und nicht am Wettschein.
Bei tipp3 bleiben dagegen Spielpause und Selbstsperre die Werkzeuge: 1, 3 oder 6 Monate mit Guthaben im Konto, oder 1, 2 oder 3 Jahre mit Überweisung auf das verknüpfte Bankkonto, in beiden Fällen nach dem Start nicht aufhebbar. Das ist der andere Weg zum selben Ziel: die eine Marke deckelt das Einzahlen, die andere deckelt das Weiterspielen.
Häufig gestellte Fragen zum Kombiwetten-Bonus
Wie funktioniert der Bonus auf eine Kombiwette, und wo steht er?
Der Bonus ist eine freiwillige Zusage des jeweiligen Anbieters, meist als Aufschlag auf die Gesamtquote für Ketten ab einer Mindestzahl an Tipps und einer Mindestquote je Tipp. Eine österreichische Vorschrift dazu gibt es nicht; alles, was gilt, steht in den Wettbedingungen des Anbieters.
Muss bei einer Kombiwette jeder einzelne Tipp stimmen?
Ja. Die Kombiwette gewinnt nur, wenn alle verbundenen Ereignisse richtig getippt sind; ein falscher Tipp lässt die gesamte Wette verlieren. Der Einsatz liegt auf dem Gesamtergebnis und nicht auf den einzelnen Teilen, deshalb gibt es auch keinen Teilgewinn.
Wie ergibt sich die Gesamtquote aus den Einzelquoten?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Bei win2day wird sie kaufmännisch auf zwei Dezimalstellen gerundet, und NEO.bet verlangt für seinen Kombi Boost eine Mindestquote von je 1,20 pro Tipp, sodass niedrigere Quoten die Kette nicht auslösen.
Welche Mindestquote und welche Mindestzahl an Tipps gelten für den Bonus?
Das legt jeder Anbieter selbst fest. NEO.bet beginnt seinen Kombi Boost bei 3 Tipps und je 1,20 Mindestquote mit 3 Prozent Extra; Betovo verlangt für seinen Willkommensbonus eine Mindestquote von 1,59 und die Umsatzangabe „Wette: 6“; bei tipp3 lassen sich 3 bis 10 Tipps verbinden, Einzelwetten erst ab Quote 1,06.
Wie verändert die Wettgebühr von 5 Prozent den möglichen Gewinn?
Sie senkt ihn um 5 Prozent des Gewinns, wenn die Wette gewinnt. tipp3 trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht bei gewonnenen Wetten 5 Prozent des Gewinns ab; bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 bleiben 19 € statt 20 €. Die Bemessungsgrundlage ist der Wetteinsatz.
Gibt es Höchsteinsätze, und unterscheiden sie sich nach Bundesland?
Es gibt beides, und beides ist zu unterscheiden. Obergrenzen der Länder liegen bei 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich sowie bei 50 € pro Wette an Wiener Terminals ohne Schalter. Daneben setzen Anbieter eigene Grenzen: bei win2day 500 € pro Standardwette und pro Systemwette, bei Vierklee 15.000 € Höchstgewinn pro Kombinationswette.
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